Zum KontaktformularDruckversion

Erektionsstörung

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt

zurück zu den Krankheitsbildern


Ursachen
Diagnostik
Behandlung


zum Seitenanfang

Ursachen


Man unterscheidet

  • Erektionsstörungen (mangelnde Gliedsteifigkeit, vorzeitiges Abschwellen des Penis)
  • Kohabitationstörungen (Verkrümmung des Penis, gestörtes Einführen)
  • Ejakulationsstörungen (vorzeitiger oder fehlender Samenerguß)


Organische Störungen

  • Durchblutungsstörungen im Becken –und Penisbereich
  • Verletzungen im Beckenbereich
  • durch Radikaloperationen
  • Peniserkrankungen
  • Nervenerkrankung (neurologische Grundkrankheiten)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (Psychopharmaka, Antihypertensiva)
  • Drogen-, Alkohol- und Nikotinabusus


Psychische Störungen

  • Versagensängste
  • Partnerprobleme


Häufig hat die Erektionsstörung mehrere Ursachen und eine Kombination aus psychischen und organischen Störungen.


zum Seitenanfang

Diagnostik


Wichtig ist eine genaue Erhebung sonstiger Erkrankungen und eine genaue Befragung über das Sexualleben.


Die körperliche Untersuchung, incl. der Beurteilung der Geschlechtsorgane, Überprüfung der Reflexe und Sensibilität in den entsprechenden Bezirken können eine Störung eingrenzen.


Bei der Blutuntersuchung werden vor allem die Sexualhormone, Schilddrüsen- und Leberwerte, Stoffwechselstoffwechselstörungen, wie Diabetes mellitus beurteilt.


Mit Hilfe des Erektiometers (Rigi-Scan, kleiner Computer) können nächtliche Erektionen registriert werden. So lassen sich zumindest psychogene Ursachen sehr schnell erfassen.


Die Durchblutung des Penis wird mit einer Doppleruntersuchung (Ultraschall) gemessen, nachdem zuvor eine erektionsfördernde Substanz in die Schwellkörper injiziert wurde (SKIT).


Bei der Cavernosographie wird der Schwellkörper mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel-Injektion beurteilt und möglicherweise verfrühte Abfluss-Störungen erkannt.


Neurologische bzw. psychiatrische Störungen werden durch einen Neurologen oder Psychiater weiter eruiert.


zum Seitenanfang

Behandlung


Die Behandlung richtet sich nach der in der Diagnostik erhobenen Ursache.


Psychische Probleme werden evtl. zusammen mit dem Partner in einer Geprächstherapie beseitigt.


Neurologisch oder psychiatrische Probleme werden durch diese Fachärzte behandelt.


Bei der medikamentösen Therapie stehen heute die sog. PDE 5 Hemmer (Viagra®, Cialis®, Levitra®) im Vordergrund. Diese Medikamente führen nach entsprechend visuellem Reiz zu einer erhöhten Übertragung der Reize auf den Schwellkörper und damit zur Erektion.
Bei Misserfolg kann durch Einspritzen spezieller Substanzen in den Penis bzw. Schwellkörper (SKAT - Schwellkörper Auto Therapie)eine Gliedsteifigkeit erzeugt werden, die für einen beidseitig zufrieden stellenden Geschlechtsverkehr ausreichend ist.
In selten Fällen sind Vakuumpumpen erforderlich.


Eine Penisverkrümmung kann operativ korrigiert werden.


In seltenen Fällen ist der operative Einbau einer Penisprothese notwendig.

zum Seitenanfang

zurück zu den Krankheitsbildern