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Behandlungsschwerpunkte

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt

Die Gefäßchirurgie umfasst die Chirurgie von Schlagadern (Arterien) und Venen. Im Bereich der arteriellen Gefäßchirurgie werden Operation durchgeführt, die der Behandlung von Durchblutungsstörungen und der Prophylaxe von Schlaganfällen dienen. Darüber werden lebensgefährliche Gefäßeinengungen (Aneurismen) ausgeschaltet.  Die Behandlunge venöser Gefäßveränderungen beinhaltet sowohl die Chirurgie des oberflächlichen Venensystems (Krampfadern) als auch die  

Therapie des tiefen Beinvenensystems (tiefe Beinvenentrombose).

 

Diagnostik und Therapie

In der Diagnostik werden moderne Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen sowie die nicht invasive Kernspintomographie zur Darstellung der Gefäße verwendet. Die operative Therapie umfasst ein sehr breites Leistungsspektrum und schließt auch interventionelle Verfahren ein, bei denen der Eingriff ohne großen Schnitt mittels Katheter erfolgt. Ausgenommen sind Operationen am offenen Herzen und den herznahen Gefäßen.
In der konservativen, d. h. nicht operativen Therapie sind ebenfalls alle anerkannten modernen Therapieverfahren vertreten.

Operative Behandlung

 

  • Operationen der Becken- und Beinschlagadern bei Raucherbeinen und der „Schaufensterkrankheit“, Diabetes mellitus.
    1. Aufdehnungen der Gefäßverengungen (Dilatationen) in Verbindung mit Operationen:
    Per Katheter wird ein kleiner Ballon in die Engstelle geschoben, aufgepumpt und diese so gedehnt.
    2. Ausschälplastik:
    Operativ wird die Ader eröffnet, die Ablagerungen entfernt und die Blutbahn hierdurch wieder eröffnet.
    3. Bypässe:
    Eine Gefäßumleitung (Bypass) aus künstlichem oder körpereigenem Material wird eingesetzt.
  • Operationen der durch Ablagerungen verengten und vom Verschluß bedrohten Hals- und Halswirbelsäulenschlagadern zur Schlaganfallvorbeugung (Carotisoperation).
  • Operationen der überdehnten und verkalkten Bauchschlagader (Aortenaneurysma):
    - Dabei werden Rohr- und Y-Prothesen eingepflanzt.
    1. Möglich ist dies „klassisch“ durch eine große Operation mit Implantation einer Gefäßprothese.
    2. Oder endovaskulär: Über einen kleine Schnitt in der Leiste wird per Katheter ein „zusammengefaltetes“ kunststoffummanteltes Drahtgeflecht (Stent) durch die Arterie bis in das Aneurysma geführt. Dort entfaltet sich die Prothese und sorgt für eine durchgängige Verbindung.
  • Operationen von Krampfadern (Varizen)
  • Operative Behandlung von Kompressionsyndromen der Arterien und Venen.
  • Implantationen von Portsystemen (geplante Chemotherapie), Implantation von Herzschrittmachern (in Zusammenarbeit mit der Kardiologischen Abteilung).
  • „Zugangschirurgie“ bei der Notwendigkeit von Dialyse (Blutwäsche bei Nieren- insuffizienz), d. h. Anlage von AV-Shunts (Kurzschlussverbindungen von Arterie und Vene - in der Regel am Arm angelegt) und Dialysekathetern.
  • Behandlung von Thrombosen der tiefen Bein- und Beckenvenen.


Eine umfassende Darstellung zur Gefäßchirurgie bietet Ihnen die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG).