Nierenkrebs
Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
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Allgemeines
Symptome
Untersuchungen
Behandlung
Allgemeines
Der Nierenkrebs, auch Nierenzellkarzinom (Hypernephrom) genannt, entsteht in der Niere selbst.
Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen, der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.
Ursachen sind nicht sicher bekannt. Raucher haben ein 2-3-faches höheres Risiko. Auch der Langzeit-Schmerzmittelgebrauch kann in einzelnen Fällen zum Nierenzellcarzinom führen. Etwa 9 Neuerkrankungen/Jahr/100.000 Einwohner treten auf.
Symptome
Heutzutage wird diese Diagnose meist zufällig durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren festgestellt. Eine Mikrohämaturie (nur unter dem Mikroskop sichtbare rote Blutkörperchen) kann man häufig schon in einem früheren Stadium nachweisen.
Das Nierenzellcarzinom bereitet dem Patienten erst sehr spät Beschwerden. Es kann zu sichtbarem Blut im Urin kommen, wenn der Krebs ins Nierenbecken einwächst. Es kann durch die Größe des Tumors zur Vorwölbung der Flanke kommen und bei Metastasen (Tochtergeschwülste) in der Lunge zu Atemnot.
Untersuchungen
Blut- und Urinuntersuchung:
Es gibt keine Blutwerte, die auf einen Nierentumor hinweisen (Tumormarker).
Ihnen wird dennoch vor der Behandlung Blut abgenommen, da eine Operation ansteht.
Außerdem überprüft der Arzt die Nierenwerte.
In der Urinuntersuchung findet man häufig rote Blutkörperchen.
Ultraschall:
Der Tumor ist in seiner örtlichen Ausdehnung sehr gut im Ultraschall zu erkennen. Bei rechtsseitigen Tumoren ist ein Einwachsen in die Leber auszuschließen.
Röntgen der Lunge:
Dies wird durchgeführt, um Tochtergeschwülste in der Lunge auszuschließen.
Skelettszintigrafie:
Nur bei großen Tumoren oder bei Knochenbeschwerden wird ein Szinigramm durchgeführt, um eine Streuung in die Knochen auszuschließen.
Computertomogramm:
Nur bei Unklarheiten ist ein Computertomogramm notwendig, insb. beim Einwuchern des Tumors in die Nierenvene oder in die große Hohlvene (Vena Cava).
Behandlung
Die einzige wirksame Therapie ist die operative Entfernung des Krebses im Gesunden.
Man entfernt daher die Niere mit Fettkapsel, Nebenniere und anhängenden Lymphknoten. Die Operation dauert 1-2 Stunden, der stationäre Aufenthalt beträgt ca. 10 Tage.
Eine Nierenerhaltende Operation wird heute bei Tumoren kleiner als 4 cm im Durchmesser und natürlich bei Patienten, die nur 1 Niere haben, durchgeführt.
Die laparoskopische Schlüssellochchirurgie zur Entfernung der Niere ist heute möglich. Zur Entfernung der Niere selbst muss aber letztendlich doch ein Schnitt durchgeführt werden.
Bei gesunder Niere auf der Gegenseite ist keinerlei Einschränkung für den Patienten zu erwarten. Es muss keine spezielle Diät eingehalten werden.
Hat ein Patient nur eine Niere oder ist der Tumor kleiner als 4 cm im Durchmesser, wird man eine Nierenerhaltende Operation durchführen.
Fortgeschrittene Tumoren:
Das ist ein Krebs, der entweder gestreut hat oder in Nachbarorgane wie die Leber, die Hohlvene, etc. eingewachsen ist.
Auch hier wird erst durch eine Operation der Tumor so ausgedehnt wie möglich entfernt.
Ggf. werden auch einzelne Lungenmetastasen operativ entfernt.
Anschließend wird mit einer Kombination von Immun- und Chemotherapie (Thyrokinaseinhibitoren) die körpereigene Abwehr gegen den Tumor stimuliert. Diese Therapie bringt in 20% einen Profit für den Patienten, während alleinige Chemotherapie oder Strahlentherapie nicht wirken.

