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Behandlungsspektrum

Das weite Spektrum an Krankheitsbildern der Geriatrie lässt sich in 3 Gruppen zusammenfassen.

  • Schlaganfälle, kurzfristige Durchblutungsstörungen des Gehirns und Nervenlähmungen in den Armen oder Beinen
    Hier geht es um die Behandlung von Halbseitenlähmungen, Wahrnehmungsstörungen, Schluck- und Sprachstörungen, Bewegungsstörungen sowie das Wiedererlernen von alltäglichen Fertigkeiten.
  • Zustand nach Knochenbrüchen, Gelenkverschleiß
    In dieser Gruppe spielen die Oberschenkelhalsbrüche, die zuvor operativ versorgt wurden, z. B. mittels künstlicher Hüfte, eine große Rolle. Auch andere Brüche, am Bein bzw. Sprunggelenk sowie am Arm oder Wirbelkörper zählen dazu. Des weiteren gehören hierzu sämtliche Arten von Gelenkverschleiß (degenerative Gelenkerkrankungen) sowie Wirbelsäulenerkrankungen.
    Das Ziel der Behandlung ist, unter Einsatz auch von naturheilkundlichen Methoden wie Wasser-, Wärme- und Phytotherapie, eine möglichst gute Bewegungsfähigkeit ohne Schmerzen für den Patienten wieder zu erlangen.
  • Krankheitsbilder aus dem Bereich der gesamten Medizin
    die beim älteren Menschen auftreten und das besondere Fachwissen des Geriaters erfordern oder die zu einer erheblichen Einschränkung der Selbständigkeit des Patienten führen und eines intensiven Wiederaufbaus und eines Alterstrainings bedürfen.


Hierbei spielt die Diagnostik und Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen (nachlassende geistige Fähigkeiten, Gedächtnisstörungen) eine besondere Rolle. Dabei verfolgen wir einen multidimensionalen Ansatz unter Berücksichtigung des gesamten therapeutischen Teams, Nutzung sämtlicher diagnostischer Maßnahmen inklusive bildgebende Diagnostik (Computertomographie des Kopfes, Magnetresonanztomographie des Kopfes). Durch diese Vorgehensweise lassen sich nicht nur die Differentialdiagnosen ausschließen sondern Patienten und Angehörige erhalten konkrete alterstaugliche Tipps und ggf. erfolgt der Beginn einer medikamentösen Behandlung.

Die Abklärung von dementiellen Veränderungen kann auch in unserer Gedächtnisklinik im Rahmen der Tagesklinik erfolgen.

Physikalische Therapie

Unser Haus verfügt über eine große Physikalische Abteilung. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Hydrotherapie (Behandlung mit Wasser). Hierbei nutzen wir unsere Medizinischen Badewannen, die Sitzbadewanne, das Vier-Zellen-Bad sowie Kneippsche Armbecken. Darüber hinaus werden klassische Massagen, Heißluftmassagen, Lymphdrainagen sowie Wärme- und Kälteanwendungen durchgeführt. Die Fangopackungen werden in der Regel während der Mittagszeit zu den Patienten ins Zimmer gebracht. Des weiteren werden Mikrowellenbehandlungen und verschiedene Elektrotherapien, z. B. auch TENS durchgeführt. Die Elektrotherapie dient sowohl der Schmerzbehandlung als auch der Inkontinenzbehandlung. Bewegungseinschränkungen der unteren und oberen Extremitäten können zusätzlich mit der Motorschiene behandelt werden.

Physiotherapie

In der Physiotherapie lernt der Schlaganfallpatient unter Einsatz von neurophysiologischen Verfahren, z.B. der Bobaththerapie, zunächst wieder zu sitzen, später zu stehen und falls irgend möglich auch wieder zu gehen.
Der am Bein operierte Patient lernt wieder richtig zu gehen und sogar Treppen zu steigen. Dabei benutzt er Hilfsmittel wie den Barren oder einen Gehstock und übt im Verlauf ggf. mit dem Laufband. Besonders bei Rückenerkrankungen aber auch bei Hüftgelenkserkrankungen kann der Physiotherapeut mit dem Patienten im Schlingenkäfig üben. Hier schwebt der Patient an Bändern, er schwimmt so zu sagen „trocken”. Unter Berücksichtigung der Kreislaufsituation werden Patienten mit Herzinsuffizienz oder nach Herzinfarkt wieder stufenweise auftrainiert. Mittels spezieller Atemtherapien werden Atemwegserkrankungen behandelt.

Logopädie

In der logopädischen Abteilung werden Patienten mit Sprachstörungen (Aphasien), Sprechstörungen (Dysarthrien, Sprechapraxien), Gesichtslähmungen (Facio-orale Störungen) und Stimmstörungen (Dysphonien) mit Hilfe gezielter Diagnostikverfahren untersucht. Die sich anschließende Therapie erfolgt mit speziell auf das Störungsbild abgestimmten Therapiemethoden.

Für die bei geriatrischen Patienten gelegentlich auftretenden Schluckstörungen (Dysphagien) gibt es die Möglichkeit der bildgebenden Diagnostik, z.B. die endoskopische Schluckuntersuchung. Hier besteht die Therapie aus einer Kombination von

  • Kostanpassung
  • Übungen zur Wiederherstellung der Schluckfunktion
  • Erlernen von Schlucktechniken

Ergotherapie

In der Ergotherapie findet Hilfe zur Selbsthilfe statt. Patienten werden auf das tägliche Leben - möglichst wieder in der gewohnten häuslichen Umgebung - vorbereitet. Bei Schlaganfällen erfolgt eine funktionelle Behandlung nach den Prinzipien von Bobath, Perfetti u.a.

Regelmäßig findet durch unsere Ergotherapeuten eine Angehörigenberatung bezüglich eventuell benötigter Hilfsmittel statt. Falls erforderlich, werden auch Hausbesuche gemacht. Außer einem allgemeinen Selbsthilfetraining führen wir auch ein Küchentraining in unseren Übungsküchen durch. Neben der Einzeltherapie finden auch Gruppentherapien statt, in denen kreativ gearbeitet wird bzw. Hirnleistungsübungen durchgeführt werden. Durch diese Gruppenarbeit werden die Patienten im Bereich der oberen Extremitäten mobilisiert, motiviert und psychisch entlastet. Als besondere Form der Einzeltherapie bieten wir auch ein computergestütztes Kognitionstraining an.

 

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Zentrum für Geriatrie mit Tagesklinik
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2311
Telefax 02166 394-27893
E-Mail geriatrie@sk-mg.de

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