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Darmkrebszentrum

Die Behandlung des Darmkrebses hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von der alleinigen Operation weiterentwickelt hin zu einer  interdisziplinären, ganzheitlichen Behandlung. Viele verschiedene Fachdisziplinen sind heute erforderlich, um einen optimalen Behandlungserfolg zu gewährleisten. Eine Expertenkomission gibt auf dem Boden aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse Leitlinien heraus, nach denen die Behandlung des Darmkrebses idealerweise erfolgen soll (S3-Leitlinien). Die Herausforderung besteht darin, alle Partner in fest vorgegeben Pfaden miteinander zu vernetzen, ohne die individuellen Patientenbelange zu vernachlässigen. Dies ist eines der wesentlichen Ziele eines Darmkrebszentrums.

Auszüge des Benchmark-Berichtes des Jahres 2013 zeigen nach Angaben des Westdeutschen Darm-Centrums „eine abgestimmte Behandlung auf sehr hohem medizinischen Niveau“ im Darmkrebszentrum der Städtischen Kliniken Mönchengladbach.

Seit 2018 verfügt das Darmkrebszentrum als erstes am Niederrhein über ein sogenanntes daVinci System. Hiermit konnte der Anteil minimalinvasiver Operationen – vor allem beim Enddarmkrebs – soweit gesteigert werden, dass konventionelle Eingriffe mit einem größeren Hautschnitt die Ausnahme darstellen. Die Chirurgie des Darmkrebses wird daher hier in aller Regel minimal-invasiv mithilfe des daVinci Systems ausgeführt.

Informieren Sie sich auf unserer Website über das Darmkrebszentrum der Städtischen Kliniken Mönchengladbach. Wir sind uns darüber im Klaren, daß das Internet das ärztliche Gespräch nicht ersetzen kann.

Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns!

Ihr Prof. Dr. med Olaf Horstmann & Prof. Dr. med Huan Nguyen

Prof. Dr. med Olaf Horstmann
Chefarzt Allgemein-, Viszeral-
Endokrine-Chirurgie

Prof. Dr. med Huan Nguyen
Chefarzt Innere Medizin und
Gastroenterologie

Darmkrebs

Das kolorektale Karzinom stellt für beide Geschlechter immer noch die zweithäufigste Krebs-Todesursache dar. Noch sind nicht alle Risikofaktoren für die Entstehung dieser Krebserkrankung bekannt. Studien zeigen, dass eine fettreiche Ernährung mit zusätzlich reichlichem Konsum von rotem Fleisch das Erkrankungsrisiko erhöht, während Obst und Gemüse sowie ballaststoffreiche Kost einen günstigen Einfluss haben sollen. Auch der Alkoholkonsum soll sich negativ auswirken. Einen vorbeugenden Effekt für Medikamente oder Vitamine konnte in keiner Studie bislang sicher nachgewiesen werden.

Während die exogenen Risikofaktoren beeinflussbar sind, können genetische Faktoren nicht modifiziert werden. Eine Häufung von kolorektalen Karzinomen ist bei familiärer Belastung und bestimmten Erkrankungen zu verzeichnen. Für erstgradige Verwandte von Patienten mit Darmkrebs wird ein 2-3fach erhöhtes Erkrankungsrisiko beschrieben. Menschen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung sind ebenfalls mit einem höheren Erkrankungsrisiko behaftet, bei einigen, genetisch bedingten Belastungen liegt das Risiko für die Entwicklung eines Darmkrebses auf lange Sicht bei 50-70% (sog. HNPCC-Erkrankung) bzw. fast 100% (sog. FAP-Erkrankung).

Bei den kolorektalen Karzinomen gibt es zwei Untergruppen, die sich durch die Lokalisation des Tumors unterscheiden. Ist die Geschwulst bis max. 16 cm vom Darmausgang entfernt, so spricht man vom Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs). Bei den weiter darmwärts gelegenen Tumoren sprechen wir vom Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs). Die Behandlungskonzepte beider Darmkrebse unterscheiden sich, sodass die genaue Lokalisation der Geschwulst entscheidend ist.

Allen Darmkrebsformen gemeinsam ist die Entstehung aus Tumorvorstufen, den sog. Polypen. Heute weiß man, dass aus ersten Zellveränderungen Polypen entstehen, die nach einigen Jahren des Wachstums aufgrund von Zellentartungen zu einem Krebs werden. In der Fachsprache wird dieser Entwicklungsprozess auch „Adenom-Karzinom-Sequenz“ genannt. Dieses langsame Entwickeln des Krebses aus Vorstufen ist ein seltenes Merkmal bösartiger Tumoren und ermöglicht so, den Ausbruch der Erkrankung weitestgehend zu verhindern. Daher ist die Vorsorge ein sehr wichtiges Thema.

Man unterscheidet verschiedene Tumorstadien. Im frühen Stadium ist der Tumor noch auf die innersten Darmwandschichten beschränkt. Hier kann ggf. eine lokale Entfernung des Tumors ausreichen. Bei einem fortgeschrittenerem Stadium hat er sich bereits bis in die Muskelwandschicht des Darmes ausgedehnt oder aber bereits die äußeren Schichten erreicht,  später können sogar Nachbarorgane infiltriert sein. Außer dem lokalen Tiefenwachstum spielt für das Tumorstadium der etwaige Befall der Lymphknoten (pN0 = keine Lymphknotenmetastasen) oder das Vorliegen von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in z.B. Leber oder Lunge eine Rolle.

Früherkennung

Da das Risiko an Darmkrebs zu erkranken im Laufe des Lebens steigt, ist die Früherkennung und Prävention besonders wichtig. Insbesondere nach dem 50. Lebensjahr steigt die Inzidenz stark an und verdoppelt sich mit jeder Lebensdekade. In Studien wurde nachgewiesen, dass das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, durch Präventionsmaßnahmen deutlich gesenkt werden konnte. Zudem ist durch Vorsorgeuntersuchungen die Möglichkeit gegeben, Polypen vor Entartung zum Krebs bzw. frühe Tumorstadien zu entdecken. Dennoch nimmt nur ein Teil der Bevölkerung an den angebotenen Vorsorgeuntersuchungen teil.

Der am weitesten verbreitete Vorsorgetest ist die Untersuchung auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl. Die Kosten für diesen Test werden von den Krankenkassen ab dem 50. Lebensjahr jährlich übernommen. Bei diesem Test sind jedoch Fehler möglich, trotzdem steht mit dem Test auf okkultes Blut ein Test mit geringem finanziellen, personellen und apparativen Aufwand bei wenig Belastung für den Patienten zur Verfügung. Fällt der Test positiv aus, ist eine komplette Dickdarmspiegelung anzuschließen.

Außer dem Test auf okkultes Blut werden noch immunologische und genanalytische Stuhltests auf dem Markt angeboten, deren Kosten bislang - bei noch nicht ausreichend belegtem Nutzen - nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Ab dem 55. Lebensjahr kann eine Vorsorge-Koloskopie in Anspruch genommen werden. Ergeben sich hierbei keine Auffälligkeiten, ist die nächste Untersuchung nach 10 Jahren sinnvoll. Die Koloskopie ist heutzutage durch moderne Präparate zur Darmentleerung sowie die Möglichkeit der Betäubung während der Untersuchung weniger belastend geworden. Großer Vorteil der endoskopischen Untersuchung ist die Möglichkeit bei krankhaften Veränderungen Proben zu entnehmen bzw. Polypen je nach Größe mit einer Probenzange oder elektrischen Schlinge abzutragen. Damit ist dann in aller Regel bereits die Behandlung durchgeführt und die sicherste Vorsorge erfolgt, denn aus einem abgetragenen Polypen wird sich kein Krebs mehr entwickeln! Wurde jedoch ein Polyp entfernt, sollte eine Kontrollkoloskopie nach Empfehlung des behandelnden Arztes erfolgen. Hierbei orientiert sich der Endoskopiker an den Leitlinien eines Expertengremiums (S3-Leitlinie).

Bei Risikogruppen – so z.B. Patienten, bei denen Familienmitglieder an einem kolorektalen Karzinom erkrankt sind - sollte die erste Koloskopie deutlich früher durchgeführt werden. Ist gar eine familiäre adenomatöse Polyposis bekannt (der Dickdarm ist mit hunderten von Polypen übersät, die bereits in frühen Jahren bösartig entarten), muss die Darmspiegelung neben einer humangenetischen Beratung bereits im Jugendalter stattfinden. Nur so kann die dann notwendige Operation vor dem Ausbruch einer Krebserkrankung durchgeführt werden. Auch Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen haben ein höheres Risiko zu erkranken, so dass hier regelmäßige Untersuchungen empfohlen werden.

Für jedes Lebensalter gilt aber, dass bei beobachtetem Blut im Stuhl, Stuhlunregelmäßigkeiten sowie Gewichtsverlust eine Dickdarmuntersuchung veranlasst werden sollte. Unter www.lebensblicke.de haben Sie die Möglichkeit, mit einem einfachen Fragenbogen zu überprüfen, ob bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für einen Darmkrebs besteht.

Die Früherkennung erfolgt in aller Regel bei dem Darmzentrum assoziierten Endoskopikern (Team), bei Erfordernis zur stationären Koloskopie auch durch die hiesige Klinik für Gastroenterologie, in der spezialisierte Ärzte – bei Bedarf auch rund um die Uhr – im Funktionsbereich Endoskopie der Klinik zur Verfügung stehen.

Behandlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich gibt es verschiedene Behandlungsformen, die bei Darmkrebs eingesetzt werden: die lokale Tumorabtragung, die radikale Entfernung mittels Operation, die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Die Art der Behandlung, auch eine sinnvolle Kombination mehrer Therapieformen, hängt im Wesentlichen von dem Sitz des Tumors, dem Schweregrad der Erkrankung und dem individuellen Risiko, welches der Patient durch Alter oder Begleiterkrankungen birgt, ab. Die Therapiemöglichkeiten werden Ihnen im folgenden kurz vorgestellt. Dies ersetzt jedoch nicht eine ärztliche Beratung.

Lokale Therapie bei frühen Tumorformen

Die am wenigsten belastende Behandlung, die lokale Abtragung, kommt prinzipiell nur bei sehr begrenzter Tumorausbreitung infrage. Nur hier kann bei einem Colokarzinom mittels Darmspiegelung eine Heilung erwartet werden.

Bei Enddarmkrebs kann bei lokal begrenzter Tumorausbreitung in den Städtischen Kliniken Mönchengladbach als eines von wenigen Zentren mittels Transanal Endoskopischer Mikrochirurgie (TEM) unter Videokamera-Vergrößerung durch den Schließmuskel operiert werden.

Therapie bei fortgeschrittenen Tumorformen

Bei größerer Eindringtiefe des Tumors in die Darmwand oder bei schon bestehenden Tochtergeschwülsten in den Lymphknoten muss eine chirurgische Entfernung ausgeführ. Hierbei wird abhängig von der Lage des Tumors der kranke Darmabschnitt mitsamt den versorgenden Blutgefäßen und den damit anhängenden Lymphknoten entfernt. Dies ist nicht nur zur Verbesserung der Heilungschance, sondern auch für die Festlegung des Tumorstadiums von Bedeutung.

Beim Enddarmkrebs stellt sich die Situation aufgrund der Anatomie in einem anderen Licht dar. Durch ein höheres örtliches Rückfallrisiko wird vor einer Operation in aller Regel eine Strahlen- oder kombinierte Strahlen-Chemotherapie erforderlich. Hierdurch kann das örtliche Rückfallrisiko heute auf um oder unter 10% gesenkt werden, wahrscheinlich kann auch häufiger ein Schließmuskelerhalt garantiert werden.

Zudem ist das Rektumkarzinom (Enddarmkrebs) näher am Schließmuskel lokalisiert, sodass der Eingriff technisch schwieriger sein kann. Es besteht eine Hüllschicht des Enddarmes, in der die Lymphgefäße verlaufen. Heute weiß man, dass durch eine spezielle Operationstechnik („Totale mesorektale Excision – TME“) die Rate an Rezidiven im kleinen Becken von früher bis zu 40% auf etwa 10% reduziert werden kann. Diese Operationstechnik wird bei allen Eingriffen am Rektum in unserer Klinik angewendet. Neben der vordringlichen, kompletten Tumorentfernung steht der Erhalt des Schließmuskels für Patienten im Vordergrund. Durch verbesserte Operationstechniken ist die dauerhafte Anlage eines künstlichen Darmausganges heute in entsprechend erfahrenen Zentren deutlich seltener geworden, er kann allerdings vorübergehend erforderlich sein.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Eingriff in entsprechend erfahrenen Händen auch unter Vermeidung eines Hautschnittes minimal-invasiv („Schlüssellochtechnik“) ausgeführt werden. Insbesondere bei den etwas schwerer zugänglichen Rektumcarcinomen ist der Anteil an minimalinvasiven Eingriffen entäuschend niedrig: Die starren Instrumente sind der begrenzende Faktor. Mit Verfügbarkeit des daVinci Systems hat sich dies grundlegend geändert: Konventionelle Operationen mit längerem Hautschnitt sind am Haus die Ausnahme. Die Vorteile: Exakte, kontrollierte Operationen durch 3 D-Sicht, geringes Gewebetrauma, höherer Anteil an minimalinvasiven Operationen, raschere Erholung mit frühzeitiger Entlassung.

Ist dann das Tumorstadium nach der Operation durch feingewebliche Untersuchung bekannt, wird entschieden, inwieweit ggf. eine weitere Therapie erforderlich ist. In Tumorstadien, in denen die Erkrankung nur auf den Darm beschränkt ist, ist die Operation ausreichend. Wurden Lymphknotenmetastasen diagnostiziert, sollte eine Chemotherapie angeschlossen werden. Individuell wird dies abhängig von Begleiterkrankungen und Alter des Patienten – aber immer anhand der Empfehlungen der S3-Leitlinie – in unserer Tumorkonferenz interdisziplinär entschieden.

Therapie bei metastasierten Tumoren

Sollte der Fall vorliegen, dass in Leber oder Lunge Tochtergeschwülste festgestellt wurden, so war dies früher gleichbedeutend mit der Aufgabe der Heilungschance. Durch geeignete Kombinationen aus Chemotherapie und modernen Prinzipien der Leberchirurgie kann heute in entsprechend erfahrenen Zentren auch bei Vorliegen von Leber- oder Lungenmetastasen eine Heilungschance aufrecht erhalten werden.

In den Städtischen Kliniken Mönchengladbach wird in der Leberchirurgie ein Ultraschall-Skalpell (CUSA - Cavitron Ultrasound Aspirator) eingesetzt, was heutzutage Leberresektionen ohne relevanten Blutverlust ermöglicht. Wir empfehlen allen Betroffenen vor einer Entscheidung für oder gegen eine Behandlung die Einholung einer Zweitmeinung eines Darmkrebszentrums.

Ganzheitliche Tumortherapie

Die Darmkrebstherapie geht heute wesentlich über die früher alleinige Operation hinaus. Gastroenterologie mit Endoskopie, Strahlentherapie und Onkologie bzw. Chemotherapie sind zentrale Kernbereiche, die der Bekämpfung des Krebses dienen. Eine zielgerichtete, am Krankheitsstadium orientierte Behandlung ist untrennbar auf eine leistungsfähige Röntgendiagnostik und eine spezialisierte Gewebeuntersuchung angewiesen, die so genannte Pathologie/Histologie. Durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Pathologie Mönchengladbach liegt bereits nach weniger als drei Werktagen nach der Operation ein verlässliches Untersuchungsergebnis vor. Bei Bedarf besteht bereits unter der Operation die Möglichkeit der feingeweblichen Schnellschnittuntersuchung zur Verfügung.

Eine engagierte Physiotherapie unterstützt die frühzeitige Mobilisierung aus dem Krankenbett, dies ist gerade für einen besonders kurzen postoperativen Heilverlauf wichtig (fast track Chirurgie).

Krebserkrankungen stellen auch eine starke seelische Belastung dar, so dass eine am Haus tätige, besonders geschulte Psychoonkologin in jedem Fall zur Verfügung steht. Auch Seelsorger leisten hier wertvolle Dienste. Zur Verbesserung des Heilverlaufs haben alle Patienten Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme, hier hilft unser Sozialdienst bei der Vermittlung von entsprechend spezialisierten Einrichtungen, mit denen das Darmkrebszentrum in der näheren Umgebung vertraglich kooperiert. Bei der häuslichen Pflege oder in sozialmedizinischen Fragen wird der Sozialdienst ebenfalls tätig.

Eine mit dem Darmkrebszentrum kooperierende Stomatherapeutin schult und unterstützt für den Fall der Notwendigkeit eines künstlichen Darmausganges, auch zu Hause.

Unsere Diätassistentin gibt wichtige Anregungen in Ernährungsfragen nach einer Operation.

Mitarbeiter von Selbsthilfegruppen wie der Deutschen ILCO (www.ilco.de) kommen bei Bedarf auch in die Klinik. 

Tumorkonferenz

Die Tumorkonferenz ist Kernstück eines Darmkrebszentrums. Jede Woche treffen sich alle an der Darmkrebsbehandlung beteiligten Kerndisziplinen, um vor einer Behandlung unter Berücksichtigung aller Therapieoptionen einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen. Dieser wird sich einerseits an etablierten, fortwährend aktualisierten Leitlinien (sog. S3-Leitlinien) orientieren, ohne aber die spezifischen Belange des einzelnen Erkrankten zu vernachlässigen. Hier wird sozusagen die maßgeschneiderte Behandlung festgelegt, um dann eine unmittelbare Terminvereinbarung zu treffen.

Neben den Kerndisziplinen wie Gastroenterologie, Onkologie, Viszeralchirurgie und Strahlentherapie ist vor allem auch die Anwesenheit assoziierter Fachbereiche wie Pathologie und Radiologie von großer Bedeutung. Nur so können rasch valide Entscheidungen getroffen werden. Die Tumorkonferenz kann jederzeit über das Sekretariat des Leiters des Darmkrebszentrums (darmkrebszentrum@sk-mg.de) auch zur Einholung einer Zweitmeinung für Patienten außerhalb der Klinik genutzt werden.

Krebsbehandlung

Die Darmkrebstherapie geht heute wesentlich über die früher alleinige Operation hinaus. Gastroenterologie mit Endoskopie, Strahlentherapie und Onkologie bzw. Chemotherapie sind zentrale Kernbereiche, die der Bekämpfung des Krebses dienen. Eine zielgerichtete, am Krankheitsstadium orientierte Behandlung ist untrennbar auf eine leistungsfähige Röntgendiagnostik und eine spezialisierte Gewebeuntersuchung angewiesen, die so genannte Pathologie / Histologie. Durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Pathologie Mönchengladbach liegt bereits nach weniger als drei Werktagen nach der Operation ein verlässliches Untersuchungsergebnis vor. Bei Bedarf besteht bereits unter der Operation die Möglichkeit der feingeweblichen Schnellschnittuntersuchung zur Verfügung.

Eine engagierte Physiotherapie unterstützt die frühzeitige Mobilisierung aus dem Krankenbett, dies ist gerade für einen besonders kurzen postoperative Heilverlauf wichtig (fast track Chirurgie).

Krebserkrankungen stellen auch eine starke seelische Belastung dar, so dass eine am Haus tätige, besonders geschulte Psychoonkologin in jedem Fall zur Verfügung steht. Auch Seelsorger leisten hier wertvolle Dienste. Zur Verbesserung des Heilverlaufs haben alle Patienten Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme, hier hilft unser Sozialdienst bei der Vermittlung von entsprechend spezialisierten Einrichtungen, mit denen das Darmkrebszentrum in der näheren Umgebung vertraglich kooperiert. Bei der häuslichen Pflege oder in sozialmedizinischen Fragen wird der Sozialdienst ebenfalls tätig.

Eine mit dem Darmkrebszentrum kooperierende Stomatherapeutin schult und unterstützt für den Fall der Notwendigkeit eines künstlichen Darmausganges, auch zu Hause.

Unsere Diätassistentin gibt wichtige Anregungen in Ernährungsfragen nach einer Operation.

Mitarbeiter von Selbsthilfegruppen wie der Deutschen ILCO (www.ilco.de) kommen bei Bedarf auch in die Klinik.

Qualitätssicherung

Das Darmzentrum nimmt seit 2013 an einer externen Qualitätssicherungsmaßnahme des Westdeutschen Darmzentrums (www.darm-centrum.de) teil. Hier werden die Behandlungsverläufe fortlaufend dokumentiert und in sechs-monatigen Abständen in Bezug zu bestimmten Referenzwerten ausgewertet (benchmark-Bericht). Diese Qualitätssicherungsmaßnahme ermöglicht es den Darmkrebszentren, sofort auf Auffälligkeiten in der Ergebnisqualität zu reagieren und Abweichungen entgegen zu wirken.

Forschung

Bei der Vergabe des Zertifikates Darmzentrum ermutigt die Deutsche Krebsgesellschaft alle Zentren ausdrücklich, an der klinischen Forschung ungelöster Fragen des Darmkrebses aktiv teilzunehmen. Das Darmkrebszentrum der Städtischen Kliniken Mönchengladbach trägt dieser Aufforderung Rechnung, indem wir uns an verschiedenen Studien zur perioperativen und adjuvanten Behandlung sowie Erfassung von prognostischen Markern beteiligen. Dies sind zurzeit Studien der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie zur adjuvanten Chemotherapie beim metastasierten Kolorektalkarzinom (AIO-KRK-0110 und AIO-KRK-0207) sowie einer Studie unter Leistung der Ruhr-Universität Bochum zur Etablierung molekularbiologischer Prognosemarker (COLOPREDICT Plus-Studie). Sämtliche Studien werden durch die entsprechenden Fachgesellschaften unterstützt und sind von lokalen Ethik-Komitees überprüft.

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach

Allgemein-, Viszeral- & Endokrine Chirurgie
Telefon 02166 394-2065
Telefax 02166 394-2749
E-Mail allgemeinchirurgie@sk-mg.de

Klinik für Innere Medizin/Gastroenterologie
Telefon 02166 394-2121
Telefax 02166 394-2711
E-Mail innere@sk-mg.de

 

 

Auszeichnungen & Zertifizierungen

 

Qualitätsbericht (ca. 1,8 MB)

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