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Fetales MRT

Die Untersuchung des Feten mittels der Magnetresonanztomographie (MRT) ist erst durch die Entwicklung schneller Sequenztechniken möglich geworden. Das Verfahren hat nicht zuletzt durch den hohen Weichteilkontrast des MRT in den letzten 15 Jahren an Bedeutung gewonnen und wird ergänzend zum Standard- und Screeningverfahren, der Sonographie, bei speziellen Fragestellungen eingesetzt.

Die fetale MRT wird ab der 20. Schwangerschaftswoche (SSW), zumeist zwischen der 24. und 32. SSW durchgeführt. Die Indikation wird durch einen Pränatalmediziner oder Gynäkologen gestellt. Die Untersuchung muss bei klinischer Indikation als Einzelfallentscheidung bei der Krankenkasse beantragt werden.

Die fetale MRT wird ohne jegliche Medikation oder Kontrastmittelgabe und somit nicht-invasiv durchgeführt. In der Literatur finden sich keine Daten oder Hinweise auf eine schädigende Wirkung des MRT auf den Feten. Aktuelle Studien zur MRT Sicherheit haben gezeigt, dass eine MRT-Untersuchung in der Schwangerschaft keine Auswirkung auf das Wachstum oder das Gehör der Kinder hat (Radiology 2015). Dennoch sollte eine MRT in der Regel nicht vor Abschluss der Organogenese, also der 11. SSW erfolgen. Notfälle der Schwangeren sind hiervon ausgenommen. Des Weiteren erfolgt eine fetale MRT mit einem Untersuchungsprotokoll mit geringer Ernergieaufnahme (SAR) bei 1,5 Tesla Feldstärke. In Deutschland existieren Zentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten der fetalen MRT.

Unser Schwerpunkt liegt in der Abklärung von Fehlbildungen des fetalen Zentralen Nervensystems. Hierbei sind häufigste Indikationen eine unklare Erweiterung der Ventrikel (Hirnkammern), eine fehlende Anlage des Corpus callosums (der sogenannte Balken),  eine Dandy-Walker Malformation oder Migrationsstörungen der Neuronen wie die Lissenzephalie.

Ein zweiter Schwerpunkt sind Veränderungen der fetalen Lunge oder die Unterentwicklung der Lunge bei einer angeborenen Zwerchfellhernie. Im Rahmen der MRT werden Messungen zur Volumetrie der fetalen Lunge vorgenommen. Auch dies ist eine etablierte Indikation zur fetalen MRT.
Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten. Der Partner kann während der Untersuchung vor Ort sein. Die überwiegende Zeit muss die Schwangere nur still liegen, selten sind Atem-Kommandos notwendig, um die Qualtität der Bilder zu optimieren.

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Klinik für Radiologie, Gefäßradiologie & Nuklearmedizin
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2171
Telefax 02166 394-2770
E-Mail radiologie@sk-mg.de

Befund- & Bilderanfragen (CD`s):
Telefon 02166 394-2173

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