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Geschichte der Urologie in den Städtischen Kliniken Mönchengladbach

Die Urologie in den Städtischen Kliniken Mönchengladbach hat eine lange Tradition. In Deutschland hat sich die heutige Urologie als Fachdisziplin erst um die vorletzte Jahrhundertwende entwickelt. Konservative und instrumentelle Behandlung von Harnröhrenverengungen - insbesondere infolge der damals sehr verbreiteten Gonorrhöe - und ähnliche Harnentleerungsstörungen standen im Mittelpunkt ihrer Behandlungen. Urologisch operiert wurde damals noch von den Allgemeinchirurgen. Im Lauf der über 100-jährigen Entwicklung der Urologie als eigenständiges Fachgebiet hat sich dies drastisch geändert. Dennoch beruht sie im Wesentlichen auf dem hohen Anteil der instrumentellen Endoskopie. Insofern war sie immer auch hochgradig minimal invasiv. Diese Entwicklung wurde durch die Einführung der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie und der Laparoskopie weiter gefestigt. Parallel zu dieser ist die Weiterentwicklung der sogenannten großen chirurgischen Eingriffe für das Fachgebiet wegweisend gewesen. Dies betrifft sowohl die ablative Tumorchirurgie als auch die rekonstruktiven Operationen mit beispielsweise verschiedenen Formen der Harnableitung und der Kinderurologie. Insofern ist das Spektrum der Urologie stets spannend geblieben.

Auch künftig wird die Urologie ihr großes Entwicklungspotenzial in beide Richtungen weiter ausbauen. Es wird auf uro-onkologischem Gebiet durch verbesserte Früherkennung möglich sein, Malignome in Frühstadien zu erkennen und zu behandeln, was zunehmend minimal invasive Operationsmethoden herausfordern wird. Gerade hier setzt sich der Trend fort, dass das Fachgebiet schon immer sehr technisch und apparativ ausgelegt war. Aktuell wird dies mit dem Einsatz der roboterassistierten Operationen eindrucksvoll unterstrichen. Unabhängig davon wird künftig auch der Anteil der offenen Tumorchirurgie in der Urologie weiter zunehmen, da durch den traditionell hohen Anteil älterer Patienten auch der Anteil weit fortgeschrittener Tumoren zahlenmäßig zunehmen wird. Da gleichzeitig die operativen Risiken kalkulierbar bleiben müssen, erfordert dies eine sehr hohe Qualität der Versorgung. Die Operationsindikationen werden künftig mehr denn je mit sicherem Augenmaß gestellt werden müssen.

Neben der Uro-Onkologie ist die Harnsteinbehandlung ein weiterer sicherer Eckpfeiler des urologischen Fachgebietes. Die Inzidenz von Harnsteinen ist ebenfalls zunehmend. Im Gegensatz zur Metaphylaxe, bei der trotz jahrzehntelanger Forschung keine bahnbrechenden Fortschritte erzielt werden konnten, wurde die Therapie durch die Erfindung der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) vor 25 Jahren revolutioniert. Der Trend zu minimal invasiven, endoskopischen Behandlungen wurde durch die Einführung von flexiblen dünnlumigen Endoskopen fortgesetzt, mit denen sich auch der obere Harntrakt behandeln lässt. Künftig wird auch hier eine weitere Miniaturisierung die Invasivität herabsetzen und die stationäre Behandlungsdauer reduzieren helfen. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Steigerung der Patientenzufriedenheit ist die Umsetzung des Grundsatzes „Urologie muss schmerzfrei sein“. Kleinere urologische Eingriffe, wie beispielsweise die Endoskopie des unteren Harntraktes oder die Prostatabiopsie werden in Analgosedierung durchgeführt. Ein sehr wichtiges Teilgebiet der Klinik stellt die Kinderurologie dar. Die im Jahr 2011 erfolgte Umbenennung der Klinik in „Klinik für Urologie und Kinderurologie“ verleiht dem hohen Anteil an kinderurologischen Behandlungen Ausdruck und dokumentiert deren Wichtigkeit auch nach extern. Die prä- und postoperative Betreuung der Kinder erfolgt ausschließlich ober- oder chefärztlicherseits. Zweimal wöchentlich findet eine spezielle Kinder-Sprechstunde statt.

Chronik der Klinik für Urologie und Kinderurologie in den Städtischen Kliniken Mönchengladbach (aus „41 Jahre Elisabeth-Krankenhaus Rheydt“ der Chronik der Mitarbeiterzeitung, erste Ausgabe 1/1993)

15. Dezember 1966           Einweihung des Krankenhauses

07. Januar 1967                Umzug mit 170 Patienten

Chefärzte der Klinik für Urologie  und Kinderurologie

bis 30.04.1968                  Dr. med. Norbert Reh

01.05.1968 – 31.12.1975  Dr. med. Simons

01.01.1976 – 30.11.1983  PD Dr. Peter Schabert

01.12.1983 – 31.03.2011  Prof. Dr. Ludwig Knebel

seit 01.04.2011                  Dr. med. Dieter Echtle

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2251
Telefax 02166 394-2728
E-Mail urologie@sk-mg.de

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