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MRT-Prostata

Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata hat in den letzten Jahren durch aktuelle Studienergebnisse einen hohen Stellenwert in der Diagnostik des Prostata-Karzinoms erhalten. Im Vordergrund stehen hierbei Detektionsuntersuchungen von klinisch bisher nicht gesicherten Karzinomen der Prostata. Aber auch bei Patienten, die bei bereits gesichertem Karzinom vor dem Einschluss in das Behandlungskonzept der aktiven Überwachung stehen, ist die Durchführung eines Prostata-MRTs sinnvoll. Denn Karzinome der Transitionalzone oder der vorderen Prostata entgehen meist der systematischen TRUS-Biopsie (12-fach Biopsie). Durch den Ausschluss eines signifikanten Karzinoms ist die Durchführung der aktiven Überwachung verlässlicher möglich.

Die multiparametrische MRT der Prostata stellt eine Kombination aus anatomischen und funktionellen Sequenzen dar. Die Methode hat in aktuellen Studien eine sehr hohe Sensitivität bewiesen, dies bedeutet, dass die MRT sehr verlässlich Tumoren der Prostata darstellen kann. Prinzipiell können kleinere Tumoren der MRT entgehen, diese sind jedoch zumeist klinisch nicht relevant. Der Sinn des multiparametrischen Prostata-MRT ist, klinisch signifikante Karzinome zu detektieren. Im Vordergrund steht hier das Prinzip der Index-Läsionen, d.h. die aggressivsten Tumoren, die letztlich auch therapieentscheidend wären, sollen mittels MRT diagnostiziert und einer gezielten Biopsie zugeführt werden.

Bei der MRT der Prostata erfolgt die Befundung standardisiert nach einer von der europäischen Gesellschaft für urogenitale Radiologie (ESUR) publizierten Richtlinie, der sogenannten PI-RADS Klassifikation. Die neue Version PI-RADS V2 wurde aktuell publiziert [Barentsz J, Weinreb JC, Verma S, et al. Synopsis oft he PI-RADS V2 Guidelines for Multiparametric Prostate Magnetic Resonance Imaging and Recommendations for use. Eur Urol. (2015), http://dx.doi.org/10.1016/j.eururo.2015.08.038].

Prof. Blondin, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Gefäßradiologie und Nuklearmedizin der Städtischen Kliniken Mönchengladbach, ist Autor und Co-Autor vieler wissenschaftlicher Studien und Veröffentlichungen sowie Herausgeber des ersten deutschsprachigen Fachbuches zum Prostata-MRT und der gezielten Prostata-Biopsie (UniMed Verlag Bremen 2016, ISBN 978-3-8374-1509-4).

Die Befundkommunikation enthält eine Lokalisationsangabe nach der Regionenkarte PI-RADS v2, die als PDF heruntergeladen werden kann (s.u.).

Ein Prostata-MRT sollte nur in einem modernen MRT (1,5 oder 3 Tesla Magnetfeldstärke) und durch einen in der Prostata-MRT erfahrenen Uroradiologen erfolgen. Die Befundkommunikation an den zuweisenden Urologen erfolgt ebenfalls nach den Empfehlungen der ESUR-Richtlinie PI-RADS.
Regionenkarte PI-RADS v2 (Barentsz J et al Eur Urol 2015)

Der Untersuchungsablauf

Die Untersuchung erfolgt in Rückenlage und dauert ca. 30 min. Über einen venösen Zugang am Arm wird ein Medikament (Buscopan) zur Beseitigung der Darm- und Blasenperistaltik appliziert, um die Bildqualität zu optimieren, daher sollten Sie möglichst nicht alleine mit dem Auto zur Untersuchung kommen, sondern möglichst in Begleitung oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Untersuchungsprotokoll gehören neben Sequenzen zur Darstellung der Anatomie auch sogenannte funktionelle Sequenzen. Bei der Perfusion wird die Durchblutung der Prostata durch eine Kontrastmitteldynamik analysiert. Das MRT-Kontrastmittel wird ebenfalls über den venösen Zugang am Arm injiziert.
Die Auswertung eines Prostata-MRTs ist aufwendig und erfolgt PC-gestützt mit spezieller Software. Bei weiteren Fragen zum multiparametrischen Prostata-MRT können Sie uns gerne kontaktieren.
Flyer Postata-MRT

prostata-mrt und mrt-gestützte biopsie



Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Klinik für Radiologie, Gefäßradiologie & Nuklearmedizin
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2171
Telefax 02166 394-2770
E-Mail radiologie@sk-mg.de

Befund- & Bilderanfragen (CD`s):
Telefon 02166 394-2173

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