Das Nierenzellkarzinom, umgangssprachlich auch Nierenkrebs genannt, ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung der Niere. Dank moderner Diagnostik wird Nierenkrebs heute häufig bereits in einem frühen Stadium erkannt – oftmals als Zufallsbefund bei einer Ultraschall-, CT- oder MRT-Untersuchung. Wird die Erkrankung frühzeitig behandelt, bestehen sehr gute Heilungschancen.
Im Uro-Onkologischen Zentrum der Städtischen Kliniken Mönchengladbach bieten wir Patientinnen und Patienten eine leitliniengerechte Diagnostik und Behandlung des Nierenzellkarzinoms. Unser erfahrenes Team der Klinik für Urologie arbeitet dabei eng mit den Fachbereichen Radiologie, Pathologie, Onkologie, Strahlentherapie, Nephrologie und weiteren Spezialisten zusammen. Jeder Erkrankungsfall wird in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen, um die individuell beste Therapie festzulegen.
Das Nierenzellkarzinom entsteht aus den Zellen des Nierengewebes und macht etwa 90 Prozent aller bösartigen Nierentumoren aus. Die Ursachen sind vielfältig. Zu den bekannten Risikofaktoren zählen unter anderem:
Nicht jeder Patient weist Risikofaktoren auf. Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine frühzeitige Abklärung auffälliger Beschwerden besonders wichtig.
In frühen Stadien verursacht Nierenkrebs häufig keine Beschwerden. Treten Symptome auf, können diese unter anderem sein:
Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Sie sollten dennoch zeitnah urologisch abgeklärt werden.
Für eine sichere Diagnose stehen verschiedene moderne Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Dazu gehören:
Die Untersuchungsergebnisse bilden die Grundlage für ein individuelles Behandlungskonzept.
Die Behandlung richtet sich nach Tumorgröße, Tumorstadium, Lage des Tumors, möglichen Begleiterkrankungen sowie den persönlichen Wünschen der Patientinnen und Patienten.
Ist der Tumor klein und auf die Niere begrenzt, wird möglichst nur der Tumor entfernt. Die gesunde Niere bleibt erhalten. Diese sogenannte Teilnephrektomie gilt heute als Standardverfahren bei vielen lokal begrenzten Nierenzellkarzinomen und ermöglicht in den meisten Fällen ausgezeichnete Heilungschancen bei gleichzeitigem Erhalt der Nierenfunktion.
Bei größeren oder ungünstig gelegenen Tumoren kann die vollständige Entfernung der betroffenen Niere notwendig sein. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumorgewebes, um die Heilungschancen zu maximieren.
Viele Operationen können heute minimal-invasiv, beispielsweise laparoskopisch oder roboterassistiert, durchgeführt werden. Diese Verfahren sind besonders schonend und ermöglichen häufig:
Welche Operationsmethode geeignet ist, wird individuell entschieden.
Nicht jeder Tumor muss sofort operiert werden. Kleine, langsam wachsende Nierenzellkarzinome können in ausgewählten Fällen zunächst engmaschig überwacht werden. Regelmäßige bildgebende Kontrollen ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls rechtzeitig eine Behandlung einzuleiten.
Hat sich der Tumor bereits außerhalb der Niere ausgebreitet oder Metastasen gebildet, kommen moderne medikamentöse Therapien zum Einsatz. Hierzu gehören insbesondere:
Diese modernen Behandlungsverfahren können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität verbessern. Welche Therapie infrage kommt, wird individuell entsprechend der aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen entschieden.
Auch nach erfolgreicher Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig. Sie dienen dazu,
Die Nachsorge erfolgt entsprechend der aktuellen S3-Leitlinie zum Nierenzellkarzinom.
Eine Krebsdiagnose wirft häufig viele Fragen auf. Das Leitlinienprogramm Onkologie stellt verständlich formulierte Patientenleitlinien zur Verfügung. Diese informieren umfassend über Diagnose, Behandlung, Nachsorge sowie unterstützende Angebote und helfen dabei, medizinische Entscheidungen besser zu verstehen.
Wir empfehlen allen Betroffenen und ihren Angehörigen die kostenfreie Patientenleitlinie Nierenkrebs:
https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien/nierenkrebs
Die Empfehlungen basieren auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden regelmäßig aktualisiert.
Das Team des Uro-Onkologischen Zentrums der Städtischen Kliniken Mönchengladbach begleitet Sie von der ersten Diagnostik über die individuelle Behandlung bis zur Nachsorge. Gemeinsam entwickeln wir eine auf Ihre persönliche Situation abgestimmte Therapie nach den aktuellen medizinischen Leitlinien.
Städtische Kliniken Mönchengladbach GmbH
- Elisabeth-Krankenhaus Rheydt -
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