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Venen

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Varizen/Krampfadern

Was sind Krampfadern?

Krampfadern  (Varizen) sind knotig erweiterte oberflächliche Venen der Beine. Diese entstehen aufgrund einer Bindegewebsschwäche, die die Venenwände schwächt. Die Erkrankung hat meist genetischen Ursprung, ist also angeboren – kann durch Übergewicht, Schwangerschaft und Bewegungsmangel jedoch verstärkt werden.

Symptome/Diagnose

Wenn sich eine Vene erweitert, versackt das Blut in den Beinen, man hat das Gefühl „schwerer“ Beine. Oft bemerkt man angeschwollene Knöchel nach längerem Stehen. Um so mehr Blut versackt, desto mehr Venenklappen schließen nicht mehr vollständig, so dass sich die Ausweitung  auf einer immer längeren Strecke der Vene ausbreitet.
Die Diagnose wird durch körperliche Untersuchung und durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt.

Folgen

Unbehandelt kann die Erkrankung auch auf die tiefen Venen übergehen und im Verlauf offene Stellen am Bein (Ulkus) hervorrufen.

Behandlungszeitpunkt

Der Behandlungszeitpunkt und auch die Notwendigkeit hängen individuell von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich sind Krampfadern in milden Stadien (z.B. Besenreiser) kosmetische Probleme und können nach eigenem Befinden behandelt werden lassen. Bei einer sogenannten Stamm- und Seitenastvarikose, wenn also die Funktion der großen oberflächlichen Vene beeinträchtigt ist, besteht generell eine Behandlungsindikation so wie früh wie möglich.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservativ

Wenn Sie sich gegen eine invasive Therapie entscheiden, ist die Kompressionstherapie mittels Kompressionsstrümpfen ausreichend. Medizinische Kompressionsstrümpfe können das Fortschreiten und mögliche Folgen des Krampfaderleidens verhindern, müssen aber konsequent dauerhaft getragen werden.

Operative Therapie

Über einen kleinen Hautschnitt in der Leiste wird die betroffene Vene im Bereich ihrer Einmündung in die tiefe Vene durchtrennt. Über eine Sonde wird der kranke Anteil aufgefädelt und herausgezogen (Strippen der Leitvene). Erweiterte Seitenäste werden über kleine Hautstiche mit einer Art „Häkelnadel“ herausgezogen (Miniphlebektomie). Diese Therapie kann sowohl ambulant, als auch stationär erfolgen.

Sklerosierung

Bei sehr kleinen Seitenastvarizen oder Besenreiservarizen kann eine Verödung (Sklerosierung) erfolgen. Man spritzt das Verödungsmittel in die jeweilige Vene und provoziert so eine künstliche Venenentzündung, die die Vene in sich verklebt und sie in Bindegewebe umwandelt.
Dieser Eingriff wird, bis auf medizinisch begründete Ausnahmen, nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und erfolgt ambulant.

Häufige Fragen (FAQ)

Was geschieht wenn die tiefen Venen auch kaputt sind?
Die tiefen Venen sind nur bei sehr weit fortgeschrittenen Erkrankungen mitbetroffen. Dies wird vor der Operation mittels Ultraschall ausgeschlossen. Wenn sie betroffen sind wird eine dauerhafte Kompressionstherapie indiziert.

Was ist, wenn im späteren Leben ein Bypass gebraucht wird?
Eine varikös veränderte Stammvene (Vena saphena magna), die normalerweise als Bypassvene verwendet wird, ist für einen Bypass wegen der Wandveränderungen nicht mehr brauchbar. Es macht also keinen Unterschied in der späteren Behandlung, ob man diese entfernt oder nicht.

Wie lange muss auf Sport verzichtet werden?
Nach der Operation sollte ca. 2 Wochen auf Joggen und Fahrradfahren verzichtet werden. Nach 4-6 Wochen kann Kraftsport wieder begonnen werden. Schwimmen sollte für 2 Wochen vermieden werden, ein Saunabesuch sollte für mindestens 8 Wochen vermieden werden.

Kommen Krampfadern wieder?
Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Krampfadern leider nicht immer vermeidbar, da eine genetische Disposition vorliegt. Die Chance ist jedoch sehr hoch, dass nach einer Operation keine neuen Krampfadern gebildet werden.

Wie kann man Krampfadern vorbeugen?
Da Krampfadern oft genetisch bedingt sind, hat man selbst nur einen geringen Einfluss darauf. Grundsätzlich verringert ausreichende Bewegung und Vermeiden von Übergewicht aber die Wahrscheinlichkeit deren Bildung.

Ulcusbehandlung

Was ist ein Ulcus?

Bei einem Ulcus cruris – „offenem Bein“ – handelt es sich um meist schlecht heilende, chronische Wunden an den Unterschenkeln und Füßen. Diese entstehen durch Krampfadern, Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) oder bei einer Minderversorgung des Gewebes mit Blut.

Symptome/Diagnose

Symptome eines Ulcus können sich je nach Art ihrer Entstehung unterscheiden. Klassische Symptome sind tiefe Wunden, die nicht heilen, mehrere Hautschichten durchdringen und bis auf den Knochen reichen können. Häufig sind diese Wunden feucht und nässen. Diese Wunden befinden sich meistens im Bereich des Knöchels und breiten sich Richtung Unterschenkel aus. Um die Wunde herum kann sich die Haut braun oder rot färben. Ulzerationen können sehr schmerzhaft sein.

Folgen

Die Folgen eines unbehandelten Ulcus reichen von der Infektion und damit zusammenhängender Entzündung der Wunde, welche im schlimmsten Fall zum Verlust der Extremität führen kann bis zum Absterben des umliegenden Gewebes.

Behandlungszeitpunkt

Mit der Behandlung eines Ulcus sollte sofort nach Auftreten begonnen werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Vor der Therapie eines Ulcus ist eine ausführliche Diagnostik mit Ursachenforschung wichtig. Es wird eine Krankengeschichte erhoben, eine eingehende Inspektion der Wunden erfolgt und moderne Untersuchungen (bspw. Ultraschal, radiologische Venendarstellungen) werden durchgeführt. Zum Ausschluss eines Hauttumors wird oft auch eine Probebiopsie entnommen.

Die Behandlung erfolgt multimodal durch modernes Wundmanagment und Therapie der Ursachen.  Dazu können gehören: regelmäßige Verbandswechsel, Entstauungs- oder Kompressionstherapie und bei infizierten Ulcerationen eine antibiogrammgerechte Antibiose.
Bei chronischen Unterschenkelgeschwüren gibt es außerdem die Möglichkeit, nachdem man den Wundgrund vorbereitet hat, diese plastisch zu decken.

Welche Therapie bei Ihnen in Frage kommt, ist individuell zu entscheiden und wird mit Ihnen im Rahmen des stationären Aufenthaltes genau geplant.

Venenthrombose

Was ist eine Venenthrombose?

Eine Venenthrombose beschreibt ein Blutgerinnsel, dass sich zum Beispiel in einer Beinvene festsetzt. Ein Arztbesuch sollte bei einer Umfangsvermehrung erfolgen.

Symptome/Diagnose

Bei einer Beinvenenthrombose schwillt das Bein an und hat häufig eine deutliche Umfangsvermehrung.  Das betroffene Bein fühlt sich wärmer an als das andere und schmerzt.
Zunächst findet eine ausführliche Befragung mit anschließender körperlicher Untersuchung statt. Es wird Ihnen Blut abgenommen, da Abbauprodukte eines Blutgerinnsels (sogenannte D-Dimere) im Blut nachgewiesen werden können. Im Anschluss findet eine Ultraschalluntersuchung statt, bei der der Blutfluss gemessen wird und oft auch ein Blutgerinsel gesehen werden kann. Bei schwierig darzustellenden Venen kann auch eine radiologische Gefäßdarstellung erfolgen.

Folgen

Normalerweise verläuft eine tiefe Beinvenenthrombose ohne Komplikationen, jedoch kann sich das Blutgerinnsel lösen und in die Lunge ausschwemmen, was zu einer Lungenembolie führen kann – die, unter Umständen, lebensgefährlich sein kann.

Behandlungszeitpunkt

Eine Thrombose sollte sofort behandelt werden.

Wie wird eine Beinvenenthrombose behandelt?

Die Therapie einer Beinvenenthrombose besteht aus dem Anlegen eines Kompressionsverbandes und der frühen Mobilisation. Gleichzeitig erfolgt die medikamentöse Therapie mit Gerinnungshemmern, also blutverdünneden Medikamenten (Heparin o.ä.).
Nur in sehr seltenen Fällen (bspw. ausgeprägte Beckenvenenthrombose) muss eine operative Versorgung oder Auflösung (Lyse-Therapie) unter Beachtung spezieller Voraussetzungen erfolgen.

Was sind die Risikofaktoren?

Risikofaktoren für die Entstehung einer Thrombose sind zum einen eine geschädigte Gefäßinnenwand, Bewegungsmangel und die veränderte Blutzusammensetzung bei Krankheiten wie Krebs oder Faktor-V-Leiden. Außerdem spielen Übergewicht, Rauchen, vor allem in Kombination mit der Einnahme der Antibabypille, eine Schwangerschaft und Flüssigkeitsmangel eine Rolle.

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Gefäß- & endovaskuläre Chirurgie
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2060/61
Telefax 02166 394-2706
E-Mail gefaesschirurgie@sk-mg.de

Gefäßzentrum Mönchengladbach Gefäßzentrum Mönchengladbach DGG

 

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